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la vita è adesso!

E adesso la pubblicità / Und nun die Werbung



E adesso la pubblicità

tu dietro un vetro guardi fuori
lungo il luccichio dei marciapiedi
e la gente si e' dissolta nella sera

tua madre altezza media sogni medi
che sbatte gli occhi da cammello
e non si e' rassegnata e neanche spera

un cespuglio di spini tuo fratello
che pensa sulle unghie delle dita
appitonato con un' aria da bollito

tuo padre mani da oparaio a vita
che ride e gli si spacca il viso
impallidito di tv

tu fretta di vivere qualcosa
e ogni cosa e' gia' un ricordo liso
e adesso la pubblicita'

tu e le tue voglie imbottigliate
occhi come buchi della chiave
e un' ansia indolenzita sotto neve bianca

tuo padre aspetta sempre qualche nave
funambolo sul filo del passato
e cena con una bistecca stanca

tuo fratello e' un grammofono scassato
un fiume di pensieri in fuga
si specchia in un cucchiaio e fa una bocca storta

tua madre si rammenda qualche ruga
e una domanda di dolcezza
che porta in tavola e va via

tu nascosta in fondo a un' amarezza
a far finta che il mondo sia un bel posto
e adesso la pubblicita'

ma che giorno e' e' tutti i giorni
ed una sera ogni sera
e questa sera come le altre

che si siede accanto
e non c'e' niente che ritorni
nient' allegria e nessun cerino
per dare fuoco a tutto quanto

tu in quella schienuccia di uccellino
che si curva e si vedono gli affanni
dei tuoi domani e dei tuoi pochi anni

tuo padre si strofina le mascelle
come impanate nella barba
una sigaretta in mezzo ai denti e lui ci parla intorno

tua madre che si sveglia a strappi e scuote
tutta la polvere di un giorno
senza persone e novita'

tuo fratello scemo che da' uno spintone
al tuo cuore rovesciato come tasche vuote
e adesso la pubblicita'

oggi e' quasi un secolo di noia
e che si fa domani e dopo
e poi nei prossimi vent' anni

figli di speranze
per un attimo di gioia
nella citta' di antenne e cielo
e luci grigie delle stanze

e la notte cade come un telo
a smorzare gli occhi ed i televisori
e tu dietro un vetro guardi fuori.
Und nun die Werbung

Hinter einer Fensterscheibe schaust du nach draußen
die schimmernden Gehsteige entlang
und die Leute sind am Abend verschwunden.

Deine Mutter, mittelgroß und mit mittelmäßigen Träumen
wirft ihre Kamelblicke
und hat sich weder aufgegeben, noch hofft sie.

Ein Dornengestrüpp, dein Bruder,
der auf den Fingernägeln denkt,
sieht aus wie ein Haufen gekochtes Fleisch.

Dein Vater mit den Händen eines Mannes,
der sein Leben lang gearbeitet hat
lacht und dabei birst sein vom Fernsehen bleiches Gesicht.

Du hast es eilig, etwas zu erleben,
und alles ist bereits eine abgenutzte Erinnerung
und nun die Werbung.

Du und deine verdrängten Begierden
Augen wie Schlüssellöcher
und ein betäubtes Verlangen unter dem weißen Schnee.

Dein Vater erwartet immer irgendein Schiff,
ein Seiltänzer auf dem Drahtseil der Vergangenheit
und ißt gemeinsam mit einem müden Beefsteak zu Abend.

Dein Bruder ist ein zertrümmertes Grammophon
ein Fluß flüchtiger Gedanken
er spiegelt sich in einem Löffel und schneidet Grimassen.

Deine Mutter bessert noch ein paar ihrer Falten aus
bringt eine Bitte um Zartgefühl
an den Tisch und verschwindet.

Du versteckst dich ganz tief in deiner Bitterkeit,
um so zu tun, als sei die Welt ein schöner Ort
und nun die Werbung.

Was für ein Tag ist das, ein Tag wie jeder andere
und jeder Abend ein Abend
und dieser Abend, wie alle anderen.

Er setzt sich neben dich
und es gibt nichts, das wiederkommt
keine Freude und kein Streichholz
um all das in Brand zu setzen.

Du mit deinem zerbrechlichen Rückgrat eines kleinen Vogels,
das sich krümmt, und dem man alle Sorgen um deine Zukunft
und deiner wenigen Jahre ansieht.

Dein Vater reibt sich die Backen,
die aussehen, wie mit Bartstoppeln paniert
eine Zigarette zwischen den Zähnen und nuschelt vor sich hin.

Deine Mutter fährt aus dem Schlaf hoch
und schüttelt all den Staub eines Tages
ohne Menschen und Neuigkeiten von sich ab.

Dein idiotischer Bruder gibt deinem Herzen,
das umgestülpt ist, wie leere Taschen einen heftigen Stoß
und nun die Werbung.

Heute ist fast ein Jahrhundert der Langeweile
was soll man morgen tun und danach
und dann in den nächsten zwanzig Jahren.

Kinder von Hoffnungen
für einen Augenblick der Freude
die Stadt aus Antennen und Himmel
und grauem Lichterschein aus den Zimmern.

Und die Nacht fällt wie ein großes Tuch herab
um Augen und Fernsehapparate auszulöschen
und du schaust hinter einer Fensterscheibe nach draußen.



 
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